Geschichten aus 10 Jahren

Ruhe vor dem Sturm: Der Leipziger Grünen-Politiker und Links-Anwalt Jürgen Kasek belauert den COMPACT- Messestand. Kurze Zeit später fand hier der Sängerkrieg statt, den die Antifa verlor. Foto: SvM / COMPACT

2019: Der Sängerkrieg

Ab 2013 nahm COMPACT regelmäßig an der Leipziger Buchmesse teil. Dieses Ereignis im Frühjahr ist, anders als sein Pendant im Herbst in Frankfurt am Main, ein Fest für Leser und weniger ein Markt für das Fachpublikum.

Keine blasierten Intellektuellen, sondern Herr und Frau Jedermann nutzen die Angebote – und massig Schüler vor allem aus dem Sachsenland. Der COMPACT-Stand, zunächst mit 12 Quadratmetern eher unauffällig, wuchs mit unserer Bedeutung schließlich ab 2016 auf die dreifache Fläche – besonders der vier Meter hohe Turm mit unserem Logo machte unsere Präsenz unübersehbar. Die in Leipzig besonders militante Antifa versuchte immer wieder, ein COMPACT-Verbot durchzusetzen, doch die Messeleitung verteidigte – wer hätte das gedacht – die Meinungsfreiheit. Frustriert von ihrem Misserfolg, wollten die Linken 2016 handgreiflich gegen uns werden, scheiterten aber an der starken Security in der Halle.

 

2019 versuchten sie einen anderen Trick. Am zweitletzten Ausstellungstag bildete sich ein Kreis von etwa zehn Jugendlichen vor unserem Stand, die a cappella Lieder vortrugen – und das stimmlich gar nicht schlecht, Kompliment! Leider stellte sich nach der ersten Strophe heraus, dass da unsere Gegner aufmarschiert waren und Antifa-Evergreens wie «Avanti Popolo» zum Besten geben wollten, um den COMPACT-Stand gegen Zulauf von Besuchern abzuschirmen…

Die komplette Geschichte können Sie in der Dezember-Ausgabe des COMPACT-Magazins lesen.

2018: O’zapft is – net!

Die Geschichte unseres Magazins hat nicht nur strahlende Siege, sondern auch bittere Niederlagen zu verzeichnen. Dazu gehört mit an erster Stelle das Bayern-Debakel aus dem Jahr 2018. Erstabdruck in COMPACT 11/2020.

Wir hatten beschlossen, im Freistaat eine große Offensive zu starten, und die Konstellation im Sommer jenes Jahres war günstig: Seehofer und Söder boten der Bundesregierung in der Zuwanderungsfrage überraschend die Stirn, der Bundesinnenminister brachte Grenzschließungen auch gegen den Willen der Kanzlerin ins Gespräch, die Gründung einer bundesweiten CSU stand im Raum.

In dieser Situation planten wir, unsere traditionelle Jahresgroßveranstaltung erstmals im Westen abzuhalten, und zwar unter dem Titel «Grenzschutzkonferenz» in München. Ende August initiierten wir ein Volksbegehren nach der bayerischen Landesverfassung, das Seehofer und Söder beim Wort nehmen und zumindest den Freistaat gegen die Asylflut aus den Nachbarstaaten abdichten sollte. Die Sache lief gut an, weil es COMPACT gelang, außerparlamentarische Aktivisten – unter anderem den Chef des erfolgreichen Bürgerentscheids gegen den Moscheebau in Kaufbeuren, den Pegida-Ableger in Nürnberg und die Islam-Aufklärer um Michael Stürzenberger – mit hochrangigen AfD-Politikern zusammenzubringen. Letztere waren schon damals im Freistaat heillos zerstritten, aber bei diesem plebiszitären Ansatz zogen alle mit.

Doch schon Anfang September bekam die AfD kalte Füße. Nach den erfundenen Menschenjagden in Chemnitz begann der Verfassungsschutz, sich auf die junge Partei einzuschießen. Die Schlapphüte in Bayern hatten herausgefunden, dass sich auf der Gründungsversammlung des COMPACT-Volksbegehrens auch sogenannte Verdachtsfälle eingefunden hatten – und schon grassierte eine muntere Distanzeritis. Ohne das attraktive Grenzschutz-Plebiszit und auch sonst windelweich gespült, verlief der Landtagswahlkampf der AfD schleppend, das Ergebnis war mit 10,2 Prozent unter dem bei der Bundestagswahl im Vorjahr. Zur COMPACT-Konferenz in München hatten sich zunächst alle möglichen Partei-Großkopferten als Redner gedrängelt – doch plötzlich gab es ein Heulen und Zähneklappern angesichts des geplanten Auftritts von Martin Sellner, dem Kopf der Identitären aus Österreich. Selbst der sogenannte Flügel nötigte seine bayerischen Funktionäre zur Absage. Unvergessen auch die Hasenfüßigkeit eines Bundestagsabgeordneten, der sich zu einem Selfie-Termin mit unserem Starredner Tommy Robinson angemeldet hatte – aber sich dann von Parteichef Jörg Meuthen die bloße Teilnahme an der Versammlung verbieten ließ.

Zu guter Letzt drängte die Politische Polizei auch noch unseren Vermieter zur Absage der Räumlichkeiten – wir mussten sehr kurzfristig nach Garmisch-Partenkirchen umziehen. Dass trotz des ganzen Gezerres noch über 500 Besucher kamen, war am Ende immerhin ein Achtungserfolg.

Foto: picture alliance / AA

2015: Abend der Entscheidung

COMPACTeros waren immer Journalisten, die mehr wollten als nur schreiben. Ich selbst beteiligte mich als Redner an den Friedensmahnwachen 2014, als im Zuge der Ukraine-Krise das Säbelrasseln der NATO gegen Russland immer bedrohlicher wurde. Erstabdruck in COMPACT 10/2020.

Ende jenes Jahres entstand wie aus dem Nichts eine neue Bewegung: Die Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes, kurz Pegida, versammelten ab Oktober zuerst hunderte, dann tausende, am 12. Januar 2015 sogar über 40.000 Teilnehmer in Dresden. COMPACT war mit Plakaten dabei, unser aktuelles Cover «Mutti Multikulti» traf den Nerv der Zeit. Dann hieb der Staat dazwischen: Die Kundgebung am 19. Januar 2015 wurde verboten. Angeblich wegen Terrorgefahr. Vorausgegangen war das Blutbad, das Islamisten in Paris in der Redaktion von Charlie Hebdo angerichtet hatten.

Ersatzweise wurde zwei Tage später in Leipzig von Legida demonstriert, die Dresdner mobilisierten mit. Der Veranstalter rechnete mit 70.000 Teilnehmern, das wäre der Durchbruch des Pegida-Virus Richtung Westen geworden. Ich war als Redner nominiert. Es war klar, die besonders gewalttätige Antifa wollte meinen Skalp. Mit acht Mann Security zogen wir am Abend los. Die Linksextremen hatten den Augustusplatz, wo die Kundgebung stattfinden sollte, mit freundlicher Unterstützung der Polizei eingekesselt. Ich war mit Skimütze und Schal völlig vermummt und kämpfte mich mit meinen Muskelmännern durch, Tausende andere ließen sich vom Mob abschrecken. Mein Geschäftsführer Kai Homilius wurde in den Rücken geschlagen, die Polizei schützte ihn nicht. Trotz allem kamen 15.000 Patrioten zusammen, die größte freiheitliche Kundgebung in der Messestadt seit 1989. Aber der linke Terror hatte Spuren hinterlassen. Viele blieben künftig weg, aus Angst. Nach dieser Zäsur ebbte der Zulauf zu Pegida/Legida ab.

Für COMPACT war es dennoch ein Erfolg. Die Leipziger Volkszeitung widmete meinem Auftritt eine halbe Seite: «Der Mann mit dem eleganten Schal hatte schon mit dem ersten Satz die Menge auf seiner Seite: ”Mein Name ist Jürgen Elsässer und meine Zielgruppe ist das Volk”, sagte der Auftaktredner der gestrigen Legida-Demo und löste prompt ein Wir-sind-das-Volk-Echo aus. (…) Manches Elsässer-Zitat hätte auch im linken Lager Beifall gefunden: ”Obama, nimm Deine ganzen Truppen und Stützpunkte, zieh sie ab”, forderte er beispielsweise oder verwahrte sich gegen Einmischung ”von Washington oder Brüssel oder Ankara oder Tel Aviv”. (…) ”Ich habe in jüngeren Jahren selbst bei der Antifa demonstriert und mein Herz schlägt immer noch links”, räumte er ein. (…) Der einstige Linksradikale aus Baden-Württemberg bemüht sich inzwischen, das linke und das rechte Lager zusammenzubringen.» Der damalige Kampf geht 2020 weiter. Die Chancen sind besser geworden.

2013: Sarrazins Katze

Unter dem Titel «Schrödingers Katze» ging ein Gedankenexperiment in die Physikgeschichte ein. In der Quantenmechanik wird behauptet, der Standort von subatomaren Teilchen wie zum Beispiel Elektronen ließe sich nie exakt bestimmen. 

Zur Verdeutlichung der Absurdität dieser sogenannten Heisenbergschen Unschärferelation konstruierte Erwin Schrödinger folgende theoretische Situation: In einem geschlossenen Kasten befinden sich eine Katze und ein instabiler Atomkern, der sich im Zerfallsprozess befindet und dabei ein tödliches Gas freisetzt. Hätte Heisenberg recht, bliebe lange Zeit unklar, wie weit die subatomare Zersetzung fortgeschritten wäre – das arme Tierchen würde wegen dieser Unschärfe als gleichzeitig lebendig und tot gelten müssen. Ähnlich erging es jahrelang dem ehemaligen Berliner Finanzsenator Thilo Sarrazin: Man wusste nie so recht, ob er noch Mitglied der SPD war oder nicht. 

Nach zwei erfolgreich überstandenen Ausschlussverfahren traf sich der mittlerweile höchst erfolgreiche Sachbuchautor im Sommer 2013 mit COMPACT zum Interview…

Die komplette Geschichte können Sie in der September-Ausgabe des COMPACT-Magazins lesen. 

2013: Showdown in Schkeuditz

Fantastische Stimmung, über 500 Teilnehmer. Kein Durchkommen für die bezahlten Störer, aber feige Gewaltattacken auf Thilo Sarrazin und auf Abgeordnete der russischen Duma – das war die COMPACT-Familienkonferenz im September 2013 im Leipziger Vorort Schkeuditz.

«Mut zur Wahrheit» ist das Motto von COMPACT-Magazin, und was das heißt, haben wir und die Teilnehmer unserer Konferenz «Für die Zukunft der Familie» an diesem Samstag in Leipzig demonstriert: Auch unter Druck nicht wanken und nicht weichen, sondern ruhig und entschlossen vorwärtsschreiten und sich durch Krakeel nicht beirren lassen. Wir haben bewiesen, dass «Mut zur Wahrheit» für uns nicht nur Worte sind. Das ist unsere Haltung, unser voller Ernst.

Der größte Erfolg besteht schon allein darin, dass wir die Konferenz möglich gemacht haben. Das gehört zu den Alleinstellungsmerkmalen von COMPACT: Es gibt sehr viele Leute auch außerhalb von COMPACT, die kluge Texte verfassen können. Aber nur COMPACT ist in der Lage, unerwünschte Tatsachen und Meinungen nicht nur aufzuschreiben, sondern auch ihre Verbreitung sicherzustellen. Meinungsfreiheit ist für COMPACT nichts, worum wir betteln – wir setzen Meinungsfreiheit durch. Das gilt sogar in einem freiheitsfeindlichen Milieu wie in Leipzig, wo bezahlte Störer seit Jahren die Bürgerschaft drangsalieren bis terrorisieren und den guten Ruf der «Heldenstadt» beschmutzen. Diese Krawallanten haben gegen unsere Konferenz alles mobilisiert, was sie zu bieten hatten, und sogar bundesweit Unterstützung herangekarrt, und sind trotzdem kläglich gescheitert.

527 Teilnehmer haben sich von Drohungen im Vorfeld und Blockaden auf dem Weg zum Konferenzort nicht beeindrucken lassen. «Jetzt erst recht» war ihre Devise, als sie durch den Ring der Störer gingen. In der Konferenzhalle angekommen, war die Stimmung fantastisch – gerade als die Extremisten von draußen in ohnmächtiger Wut gegen die Hallenwände trommelten, aber unsere Vorträge in keiner Weise stören konnten. So wissenschaftlich hochstehend viele Reden waren – immer wurden sie vom Publikum auch deswegen begeistert beklatscht, weil jeder einzelne durch sein Kommen diese Konferenz und damit diese Vorträge möglich gemacht hat. In den letzten 40 Jahren habe ich keine Versammlung erlebt, auf der es ein solches Gemeinschaftsgefühl gab – eine Mischung aus Stolz dazuzugehören, und Trotz, sich nicht unterkriegen zu lassen.

So sehr die Stimmung die Anwesenden zusammenbrachte – manche sprachen schon von einer COMPACT-Familie –, so vielfältig waren die Teilnehmer und Referenten in Herkunft und Orientierung, so vielfältig und unterschiedlich ihre Vorschläge zur «Zukunft der Familie». Links- und Rechtseinteilungen spielen bei COMPACT ohnedies keine Rolle. Entgegen des idiotischen Vorwurfes, die Veranstaltung sei «homophob», sprachen sich alle Redner gegen Schwulenfeindlichkeit aus, Dr. Dorothea Böhm warb sogar vom Podium aus für die Homosexuellen-Ehe samt Adoption. Ein Teil des Publikums fand das gut und klatschte, ein anderer Teil fand es nicht gut und klatschte nicht. Das ist Demokratie. Die Handvoll Störer im Saal wurden von unserer Security freundlich aus dem Saal komplimentiert, nachdem sie zum Teil völlig unverständliche Slogans gebrüllt hatten. Pikant: Nach Angaben auf der Pressekonferenz des NoCompact-Bündnisses waren die Eintrittskarten der Störer von Linkspartei und SPD bezahlt worden – ein bezahlter Protest also.

So wenig die Krawallanten die Konferenz stören konnten, so brutal und feige waren ihre Angriffe auf den Zufahrtswegen gegen einzelne, besonders gegen Frauen und Ältere. Eine Rentnerin wurden von den Blockierern so sehr bedrängt, dass sie ohnmächtig umkippte und ins Krankenhaus gebracht werden musste; als sie am Nachmittag von dort zurückkam, wurde sie von uns mit großem Beifall empfangen.

Unsere Referentinnen Natalja Narotchnitskaja und Jelena Misulina wurden auf dem Weg zur Halle getreten. Béatrice Bourges stürzte zu Boden. Die Aggression richtete sich insbesondere gegen die russischen Gäste – ganz wie im Kalten Krieg, als die Proteste von CIA und NATO gesponsort wurden. Der körperliche Angriff auf Frau Misulina wird ein Nachspiel haben, denn sie ist Vorsitzende des familienpolitisches Ausschusses der Duma. Ein Vertreter der russischen Botschaft war vor Ort. In der Nacht auf Sonntag wurde außerdem das Berliner Haus von Thilo Sarrazin mit Farbbeuteln beworfen. In einem Bekennerschreiben wurde dies als Rache für Sarrazins Teilnahme auf unserer Konferenz dargestellt.

Die tätlichen Angriffe auf Teilnehmer und Referenten wurden in den deutschen Medien vollständig unterschlagen. Was würden dieselben Medien schreiben, wenn eine Ausschussvorsitzende des Bundestages auf einer Konferenz in Moskau getreten würde? Der TV-Bericht des MDR erweckt sogar den Eindruck, die Gewalttäter hätten ein Schmuse- und Kuschelfestival vor der Halle veranstaltet. Einzig der Farbanschlag auf Thilo Sarrazins Haus fand eine gewisse Beachtung – nicht ohne den Hinweis auf den «rechtspopulistischen» Charakter von COMPACT, auf dessen Konferenz er aufgetreten sei.

Wir danken den Polizisten (darunter nicht wenige Polizistinnen) für ihren Einsatz. Einige Gewalttäter wurden verhaftet. Unser Dank gilt ausdrücklich nicht der Polizeiführung, die trotz klarer Zusagen an COMPACT viel zu wenig Einsatzkräfte vor Ort beordert hatte. Die Gegenkundgebung war 300 Meter entfernt von der Halle genehmigt worden, rückte dann aber unmittelbar auf das Privatgelände vor. Man bekommt fast den Eindruck, als ob die Polizeiführung (und die sächsische Politik) durch dieses Laisser-Faire dazu einladen wollte, unsere Veranstaltung zu stürmen…

Janich, Benesch, Schall, Schreyer, Elsässer (v.l.n.r.).

2011: Der Verschwörungsgipfel von COMPACT

In Corona-Zeiten wird unser Magazin von der Mainstreampresse gerne unter die «Superspreader» von Verschwörungstheorien gerechnet (Bayerischer Rundfunk) – wobei das böse V-Wort alle alternativen Sichtweisen bezeichnet, die dem Regime nicht passen. Tatsächlich gehörte das Aufdecken ganz realer Verschwörungen von Anfang an zu den Markenzeichen von COMPACT.
 
So veranstalteten wir unsere erste Konferenz unter dem Titel «Inside 9/11 – Zum 10. Jahrestag der Terroranschläge und zu den weiteren Perspektiven» am 10. September  in Leipzig, mit 170 Besuchern im ersten Jahr unseres Bestehens ein schöner Erfolg. Paul Schreyer, Autor des Buches «Inside 9/11», referierte über die Verantwortlichen in der US Air Force, die den Terroristen an jenem Tag in die Hände arbeiteten. Lars Schall arbeitete erstmals im deutschen Sprachraum an den Börsenspekulationen im Vorfeld von 9/11 und trug aus seinem noch unveröffentlichten Buch vor. Oliver Janich (ehem. FOCUS Money) widmete sich den Anomalien der offiziellen Theorie beim Einsturz der Twin Towers. Jan Gaspard (Autor der Kultserie «Offenbarung 23») skizzierte eine journalistische und ethische Moral in Zeiten allgemeiner Täuschung und Manipulation; der Blogger Alexander Benesch (damals als der «deutsche Alex Jones» gefeiert) referierte zum «norwegischen 9/11» und identifizierte den vermeintlichen Einzeltäter Breivik als willigen Vollstrecker der Kreuzzugsideologie von George W. Bush. Jürgen Elsässer arbeitete die Konturen einer Schattenregierung   – so auch der Titel seines gleichnamigen Buches – heraus, die auch heute noch die Fäden zieht.

2011: Broder kommt!

Anfang Juli 2011 glühten in der COMPACT-Redaktion die Telefondrähte: Henryk M. Broder hatte sich zu unserer Veranstaltung «Inszenierter Terrorismus?» angekündigt und wollte gleich Hamed Abdel-Samad und sein ganzes TV-Team mitbringen. Sollten wir dem berühmt-berüchtigten Zyniker eine Drehgenehmigung geben? Andererseits konnten wir etwas Publicity durchaus gebrauchen – von COMPACT waren erst fünf Ausgaben erschienen, das Magazin war bis dato nur ein Geheimtipp. Die Aussicht, in der Serie Entweder Broder zur besten Sendezeit in der ARD aufzutauchen, war zu verlockend. Wir gaben Broder grünes Licht, knöpften ihm aber beim Eintritt 300 Euro ab – Schmerzensgeld, getarnt als Copyright-Abgabe.

Die Hütte im vornehmen Halong-Hotel am Berliner Spittelmarkt war mit 150 Leuten rammelvoll. Broder war mit Armeejacke und Feldschiffchen erschienen, Hündchen Wilma unterm Arm. Zunächst hielt er sich im Hintergrund, sein Team filmte aber kräftig. Ich war etwas nervös, denn wenn im Publikum ein Provokateur oder Dummkopf saß und extremistischen Unsinn von sich gab, waren wir geliefert. Mir gefror das Blut in den Adern…

Die komplette Geschichte können Sie in der August-Ausgabe des COMPACT-Magazins lesen.